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Stephen Shoreexhibitionsselected work biography bibliography | American Surfaces Sprüth Magers Cologne september 06 - october 15 2005Overview / Press Release english / deutsch / download press release-- Stephen Shore Stephen Shores Fotografie bleibt seit nunmehr 30 Jahren relevant und den Bewegungen innerhalb zeitgenössischer Kunst stets einen Schritt voraus. Die Serie American Surfaces nimmt eine zentrale Stellung innerhalb des Werkes von Stephen Shore ein. Zunächst als Material für ein Künstlerbuch erarbeitet, wie die epische Serie Uncommon Places, nahm die Arbeit ihren Anfang mit einer Reise quer durch die USA im Jahre 1973 und dehnte sich über road trips kreuz und quer durch Amerika bis in die 1990er aus. American Surfaces platziert Shores idiosynkratischen Stil zwischen das Dokumentieren eines Walker Evans und das Repetitive des Pop von Andy Warhol. Shores manuell zu bedienende Rollei 35-Kamera findet sowohl die Oberflächen der amerikanischen Au?enwelt mit ihren öffentlichen Orten und Industrien als auch die der dahinter liegenden amerikanischen Interieurs. Die Bilder bewegen sich von Stra?enbeschilderung und Architektur zu halbgegessenen Sandwiches und Masken-ähnlichen Gesichtern ihrer vorbeiziehenden Stadtbewohner. Anders als Shores vorherige Arbeiten wurden diese Bilder eingeschickt und als normale Schnappschüsse in den Laboren von Kodak in New Jersey entwickelt. Das Amerika der Oberflächen verweigert den Bezug zu jeglicher Realität mystischer Art und eröffnet so paradoxerweise die Sicht auf die lebendigen Mysterien von Tiefe und Farbwahrnehmung. Die Wirkung der zweidimensionalen Fotoprints wird zum Ausdruck amerikanischer Kultur selbst umfunktioniert. Stephen Shore arbeitete als inoffizieller Hausfotograf in Andy Warhols Factory in den späten Sechzigern und erreichte 1971 mit seiner ersten Einzelausstellung im Metropolitan Museum in New York internationale Anerkennung - die erste Ausstellung eines lebenden Fotografen der ehrwürdigen Institution überhaupt. Seitdem nimmt seine Arbeit Pionierstellung innerhalb der immer bedeutender werdenden Verbindung von Fotografie mit zeitgenössischer Kunst ein und beweist mit neuen Formen und die dem Medium seit seiner Erfindung im 19. Jahrhundert immanenten Kompositionen Vorreiterqualität. Im selben Territorium wie das der ästhetischen Vertreter des amerikanischen Realismus Robert Frank, William Eggleston und Nan Goldin, nimmt Shore gleichzeitig die ironische Selbstkritik der Set-Piece-Konzeptualisten wie Jeff Wall und Chris Williams auf. In Shores Händen verweigert sich Fotografie jedoch jeder Beschneidung durch ideologische oder ästhetische Restriktivität und bleibt Kunst in ihrem offensten und zukunftsweisendsten Sinn. Stephen Shore, ein Eugene Atget des neuen Jahrtausends, schlägt die Mysterien von Wissenschaft und der historischen Welt mit dem Mysterium Kunst ein. |
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